BOWTECH - die heilende Berührung

 

Meine erste Begegnung mit BOWTECH

 

Meine erste Begegnung mit BOWTECH hatte ich auf einer Fortbildung zum Thema Arthrose. Dort erzählte ein Kollege ganz begeistert von einer sanften Körpertechnik aus Australien. Meine Neugier war geweckt und das erste Ausbildungsmodul schnell gebucht. Also ab in die Lüneburger Heide und vier Tage BOWTECH lernen.


Natürlich hatte unsere Gruppe eine Ausbilderin erwischt, die BOWTECH nicht nur unterrichtet, sondern BOWTECH lebt. So wurde die reguläre Unterrichtszeit gerne "sanft" überzogen.

 

Das war nicht weiter schlimm. Den in Neetze, so heißt der „idyllische Ort“, in dem ich meine komplette Ausbildung erhalten habe, ist nicht nur sprichwörtlich der Hund erfroren.

 

Patienten reihenweise "abgeschossen"

 

Nach diesen ersten vier Tagen, gewappnet mit den ersten Griffen, bin ich in der Praxis flugs ans Werk gegangen. Dort durfte ich dann erleben, dass weniger mehr ist. Um es auf den Punkt zu bringen, ich habe die Patienten reihenweise „abgeschossen“.


Aber ich musste ja auch meine Studienfälle vollkriegen, ich glaube zehn Fallbeispiele sollten wir abliefern. Fünfzig habe ich dann zum nächsten Ausbildungsmodul mitgenommen. Eigentlich mehr so zum Spaß, um meine Ausbilderin zu ärgern. Tatsächlich hat sie dann alle korrigiert. Nun ja, die fast zwei Jahre Ausbildungszeit waren schnell um und BOWTECH ist zu einem festen Bestandteil in der Praxis geworden.

 

Was ist BOWTECH?

 

Der Begriff BOWTECH setzt sich aus den Worten „Bowen“ und „Technik“ zusammen. BOWTECH versteht sich als eine ganzheitliche Körpertherapie. Entwickelt wurde diese Therapie von dem Australier Tom Bowen. Hierbei war er getrieben von dem Wunsch, seine Frau von Ihrem Asthma zu befreien.

 

Der Unterschied zu anderen Therapien ist signifikant. Denn mit BOWTECH können die Selbstheilungskräfte nachhaltig aktiviert werden. Durch die speziellen und sehr sanften Grifftechniken werden quasi mit den Fingern Nachrichten an den Körper oder an Körperorgane vermittelt. Hierbei werden die Faszien als Kommunikationssystem genutzt. Dies erklärt auch die nötige Pause zwischen den einzelnen Grifftechniken.

 

So kann der Körper lernen, die vermittelten Informationen zu verarbeiten. Um ihm dann gänzlich die nötige Zeit für die Verarbeitung und Neustrukturierung zu geben, liegt zwischen den Behandlungen in der Regel eine Woche Pause.  

Jedes Organ kann behandelt werden

 

Als BOWTECH-Practicioner kann man jedes Organ gezielt behandeln. Sei es die Niere, die Gallenblase oder das Atmungssystem (siehe auch COPD). Diese gezielten Organbehandlungen werden noch nicht in der ersten Behandlung angewendet, denn der Körper muss BOWTECH erst lernen.


Durch die Vielfalt der Behandlungsmöglichkeiten ergibt sich ein großes Anwendungsspektrum. Das, was sich bei fast jedem Patienten einstellt, ist ein angenehmes Wohlbefinden. „Was, ist schon eine Stunde vorbei? Kommt mir vor wie fünf Minuten“, sind typische Aussagen von Patienten.


Je akuter die Beschwerde, umso weniger Behandlungen

 

In der Regel sind vier bis sechs Behandlungen erforderlich, um Beschwerdefreiheit zu erreichen. Natürlich gibt es auch Fälle, die bereits nach der ersten Behandlung eine deutliche Besserung erfahren. Behandelt wird der Patient während er auf einer Behandlungsliege ruht. Bei Patienten, die aufgrund Ihrer Erkrankung nicht liegen können, kann selbstverständlich im Sitzen behandelt werden. Eine Behandlung mit BOWTECH dauert in der Regel eine Stunde.

 

BOWTECH – der sanfte Riese

 

Im Gegensatz zu vielen anderen manuellen Techniken oder körperorientierten Maßnahmen, verwendet man bei einer BOWTECH – Behandlung keine kräftigen Manipulationen. Aber, wer will das auch, wenn es doch anders viel besser geht? So wird dem Körper nichts aufgezwungen, vielmehr wird dem Körper die Möglichkeit eingeräumt, die notwendigen „Reparaturen“ eigenständig durchzuführen.

 

BOWTECH muss keinen Vergleich scheuen

 

BOWTECH versteht sich als komplementäre Therapie, die ergänzt und verbessert. Aus meiner Sicht steht BOWTECH zum Beispiel der Osteopathie (sei es die strukturelle oder viszerale Osteopathie), in keiner Weise nach.