EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) Ein strukturierter Ansatz zur stabilisierenden Begleitung

EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) ist ein strukturiertes Verfahren, das ursprünglich im psychotherapeutischen Kontext entwickelt wurde. Es befasst sich mit der Verarbeitung belastender Erinnerungen und Erfahrungen und wird heute in unterschiedlichen professionellen Settings eingesetzt.

In meiner Praxis wird EMDR nicht als Ersatz für Psychotherapie, sondern als begleitendes Verfahren im Rahmen einer verantwortungsvollen, individuell abgestimmten Arbeit genutzt.

Grundgedanke von EMDR

EMDR beruht auf der Annahme, dass belastende Erfahrungen im Erleben eines Menschen nicht immer vollständig verarbeitet werden. Diese Annahme stellt ein theoretisches Modell dar und keine gesicherte medizinische Erklärung.

Während der Anwendung werden gezielte, rhythmische Reize eingesetzt (sogenannte bilaterale Stimulation). Diese dienen dazu, den Aufmerksamkeitsfokus zu strukturieren und einen geordneten inneren Verarbeitungsprozess zu unterstützen. Der genaue Wirkmechanismus ist wissenschaftlich nicht abschließend geklärt.

Sorgfältiger und verantwortungsvoller Einsatz

Die Arbeit mit EMDR erfordert:

  • eine stabile psychische Ausgangslage
  • klare Abgrenzung der eigenen Belastbarkeit
  • eine verantwortungsvolle Einschätzung der Situation

EMDR ist kein Selbsthilfewerkzeug und sollte nicht eigenständig angewendet werden. In meiner Praxis erfolgt der Einsatz ausschließlich nach individueller Abwägung und nur dann, wenn er im jeweiligen Kontext verantwortbar erscheint.

Klare Abgrenzung zur Psychotherapie

EMDR in meiner Praxis:

  • ersetzt keine psychotherapeutische oder psychiatrische Behandlung
  • stellt keine Behandlung psychischer Erkrankungen dar
  • erfolgt nicht im Rahmen einer kassenärztlichen Psychotherapie
  • dient der begleitenden Stabilisierung und Orientierung

Bei schweren psychischen Belastungen, Traumafolgestörungen oder Krisen ist eine fachärztliche oder psychotherapeutische Behandlung zwingend erforderlich.

Kombination mit anderen Verfahren

EMDR kann im Rahmen einer ganzheitlichen Begleitung mit anderen nicht-therapeutischen Verfahren kombiniert werden, sofern dies im Einzelfall sinnvoll erscheint. Dabei werden die jeweiligen Methoden klar voneinander abgegrenzt. Es findet keine Vermischung von Psychotherapie und Erfahrungsmedizin statt.

Wenn Sie sich dafür interessieren, ob eine begleitende Arbeit mit EMDR für Ihre persönliche Situation grundsätzlich infrage kommen könnte, klären wir dies gerne in einem persönlichen und unverbindlichen Gespräch. Dabei stehen Transparenz, Sicherheit und eine ehrliche Einschätzung im Vordergrund.



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